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Anlageimmobilien

Viele Menschen hegen den großen Traum vom Eigenheim: Dem eigenen Haus, in dem sie bis ans Ende ihres Lebens wohnen können, für das sie keine Miete zahlen müssen und das sie ihren Kindern vererben können. Der Begriff Immobilie ist für viele eng mit diesem Wunsch verbunden, allerdings geht er weit über die Form der Eigennutzung hinaus. Eine weitere Verwendungsmöglichkeit für eine Immobilie ist, sie als Kapitalanlage bzw. Anlageimmobilie zu nutzen, um damit Geld zu verdienen.

Anlageimmobilien

Welche Möglichkeiten gibt es bei Anlageimmobilien?

  • Kauf einer Immobilie:
    Zum einen kann man natürlich einfach eine Immobilie kaufen und darauf hoffen, dass sie im Laufe der Zeit eine Wertsteigerung erfährt. Innerhalb dieser groben Kategorie gibt es auch verschiedene Abstufungen, vor allem die Zeitspanne des Haltens betreffend, die von Wochen und Monaten bis zu mehreren Jahrzehnten reicht.

  • Immobiliengesellschaften:
    Sodann gibt es Immobiliengesellschaften, die ein Objekt in mehr oder weniger gutem Zustand kaufen, um es zu sanieren oder zu renovieren und daraufhin mit Gewinn zu verkaufen. In einigen Fällen können sich private Anleger an solchen Projekten beteiligen.

  • Vermietung und Verpachtung:
    Außerdem steht dem Eigentümer die wohl bekannteste Methode auf diesem Gebiet zur Verfügung: die Übertragung von Nutzungsrechten gegen Kapital. Hierbei gibt es im Wesentlichen zwei Möglichkeiten, nämlich Vermietung und Verpachtung. Der Unterschied besteht in den Rechten, die dem Nutzer gegeben werden. Als Mieter darf man das Objekt lediglich nutzen, als Pächter darf man Früchte daraus ziehen, man darf es also kommerziell verwenden. Meistens wird hier ein Grundstück verpachtet, es ist jedoch auch bei Gebäuden möglich.

  • Mietshaus / Zinshaus:
    Bei Gebäuden ist es allerdings eher üblich, sie als sogenanntes "Zinshaus" zu vermarkten, was nichts anderes als das klassische Mietshaus ist. Diese Immobilien können anhand ihrer Nutzungsarten unterschieden werden, als da wären Mietblöcke mit Wohnungen, Häuser oder verschiedene Gewerbeimmobilien, zum Beispiel Ladenflächen, Fabrikhallen, Lagerräume und Büroräume.

  • Immobilienfonds:
    Außerdem besteht die Möglichkeit, in offene oder geschlossene Immobilienfonds, und somit indirekt zu investieren. Das sind Fondsgesellschaften, die ein bestimmtes Portfolio an Immobilien verwalten. Als Anleger hat man die Option, Anteile an diesen Gesellschaften zu erwerben und somit von ihren realen Gewinnen genauso wie von ihren Kursgewinnen zu profitieren.

  • Crowdinvesting für Immobilien:
    Ein vergleichsweise neues und wachsendes Angebot zur direkten Kapitalanlage ist das Crowdinvesting für Immobilien. Hierbei können schon Kleinanleger in ausgewählte Immobilienprojekte investieren, die über darauf spezialisierte Crowdinvesting Plattformen angeboten werden. Dabei kann es sich im Detail um ein Neubauprojekt, aber auch um die Revitalisierung oder Refinanzierung von Bestandsimmobilien handeln.

Welche Chancen und Vorteile haben Anlageimmobilien?

Was im Allgemeinen an Immobilien geschätzt wird, ist ihre relative Wertbeständigkeit. Zwar können Immobilienmärkte sehr volatil sein, doch sind die Entwicklungen normalerweise langsamer als beispielsweise auf dem Aktienmarkt. Selbst das Platzen einer Immobilienblase kündigt sich in den meisten Fällen durch ihr Entstehen an. Immobilien sind greifbar, es sind keine theoretischen Anteile an oder Rechte auf etwas, sondern wirkliche Gegenstände. Hinzu kommt, dass sie, anders als Edelmetalle oder ähnliches, nicht nur einen abstrakten, sondern auch einen konkreten Wert haben, beispielsweise die Möglichkeit, sie zu bewohnen. Die Kombination aus diesem Vorteil und der oben erwähnten Wertbeständigkeit ist auch keine Selbstverständlichkeit. Im Gegensatz zu Immobilien verlieren Automobile innerhalb des ersten Jahres nach Werksauslieferung beziehungsweise Verkauf gut ein Drittel ihres Werts.

Welche Nachteile und Risiken sollte man bei einer Anlageimmobilie beachten?

Die unmittelbare Investition in Immobilien hat oft den Nachteil, dass man seine Investitionen in der Regel mit geringem Kapitalaufwand nicht gut streuen kann. Somit setzt man unter Umständen "alles auf eine Karte". Bei Fonds besteht das Problem in die andere Richtung: Da man sie nicht selbst verwaltet, hat man keine Kontrolle darüber, wie sie gemanagt werden und kann Entwicklungen schlechter einschätzen. Außerdem haben manche Fonds die Eigenschaft, an der Börse gehandelt zu werden. Das ist zwar grundsätzlich kein Nachteil, kann aber zu einem solchen werden, da es ein weiteres Stück Wertsicherheit nimmt: Der Kurs und somit der Wert der Anteile ist flexibler und wird nicht nur durch das Volumen des Fonds, sondern auch durch die Nachfrage an der Börse bestimmt. Damit hat der Anleger weniger Sicherheit, denn es kann auch zu rapideren Werteinbußen kommen.

Das Crowdinvesting für Immobilien bietet hier einmalige Vorteile: Im Gegensatz zu den obengenannten Angeboten gibt es die Möglichkeit, sowohl direkt in Immobilien zu investieren, als auch mit geringem Kapitaleinsatz sein Investment in unterschiedliche Projekte zu streuen und so für die notwendige Diversifikation zu sorgen.

Anlageimmobilien, sprich Immobilien als Kapitalanlage, werden weithin als beliebte Anlagemöglichkeit angesehen. Die relativ hohe Rendite, die man mit Häusern oder anderen Objekten erzielen kann, macht sie als Anlageobjekt sehr attraktiv.


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