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Abgeltungssteuer

Die im Allgemeinen bekannteste Form der Abgeltungssteuer ist die Kapitalertragssteuer. Erträge aus Kapitalanlagen (z.B. Dividenden, Zinsen etc.) werden pauschal mit 25 % zuzüglich Solidaritätszuschlag und ggf. Kirchensteuer versteuert, womit die Steuerpflicht abgegolten ist.

Wen betrifft die Abgeltungssteuer?

Die Abgeltungssteuer gilt für alle Privatpersonen, die in Deutschland unbeschränkt steuerpflichtig sind (Steuerinländer) und z.B. Erträge aus Kapital erzielen.

Von der Abgeltungssteuer betroffen sind somit auch deutsche Crowdinvestoren, allgemein Geldsparer, Aktieninhaber, Zertifikate- und Fondsanleger, die aus Ihrer Anlage Einnahmen erzielen.

Beispiel - Dividende auf Aktien

Ein Anleger erhält für eine seiner Aktien eine Brutto-Dividende von 2.000 €. Darauf führt er 25 % Kapitalertragssteuer (25 % von 2.000 € = 500 €) zzgl. 5,5 % Solidaritätszuschlag auf die Kapitalertragssteuer (5,5 % von 500 € = 27,50 €) ab. Sollte der Privatanleger kirchensteuerpflichtig sein, so ist ggf. auch noch die Kirchensteuer abzuführen.

Die Nettodividende beträgt für den Kapitalanleger somit 1.472,50 € (es wurden 26,375 % Abgeltungssteuer einbehalten). Es erfolgt keine weitere Besteuerung zum persönlichen Steuersatz des Steuerpflichtigen.

Abgeltungssteuer in Bezug auf Exporo-Darlehen

Die Zinserträge aus den Exporo-Darlehen sind grundsätzlich auch Einkünfte aus Kapitalvermögen, soweit die Anlage aus dem steuerlichen Privatvermögen erfolgt. Die Erträge unterliegen in diesem Fall also der Abgeltungssteuer. Diese liegt bei einem Steuersatz in Höhe von maximal 25 % plus Solidaritätszuschlag und ggf. Kirchensteuer.
Die Abgeltungssteuer wird allerdings nicht von der Exporo AG und auch nicht von der Darlehensnehmerin einbehalten und abgeführt, da die Verzinsung der Exporo-Darlehen nicht gewinnabhängig ist. Die Zinserträge sind daher in der persönlichen Einkommenserklärung des Anlegers zu deklarieren.