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Bodenrichtwert

Bodenrichtwerte sind nicht mit reellen Kaufpreisen von Grundstücken zu vergleichen. Der Bodenrichtwert ist ein Durchschnittswert für Grundstücke in einer bestimmten Richtwertzone. Diese Zonen können sich auf einzelne Straßen beschränken, aber auch ganze Ortschaften umfassen.

In einigen Fällen, beispielsweise wenn kein Bodenwert durch ein Vergleichswertverfahren ermittelt werden kann, dient den Gutachtern der Bodenrichtwert als Hilfe für die Wertermittlung von Immobilien. Mit diesem Richtwert kann dann der Ertrags- oder Verkehrswert einer Immobilie bestimmt werden.

Zu beachten ist bei der Ermittlung von Bodenrichtwerten die Art der Nutzung und der Entwicklungszustand. Angegeben wird er als Betrag in Euro pro Quadratmeter.

Gutachterausschüsse für Grundstückswerte sind zuständig

Die Bodenrichtwerte werden auf Grundlage der sogenannten Kaufpreissammlungen in einem Intervall von einem halben Jahr regelmäßig neu abgeleitet. Die Sammlungen sind Datenbanken der Landesbehörden, in denen die Kaufpreise von Grundstücken des Bundeslandes festgehalten werden. Zuständig dafür sind die Gutachterausschüsse für Grundstückswerte.

Bodenrichtwerte sollen laut den Gutachterauschüssen zur Transparenz auf dem deutschen Immobilienmarkt beitragen. Sie sind offen einsehbar und werden mittlerweile von den zuständigen Landesbehörden auch online zur Verfügung gestellt. Wie man an der interaktiven Bodenrichtwertkarte von Hamburg sehen kann, sind hier die Richtwerte für die einzelnen Bodenrichtwertzonen je nach Stichtag und Art der Nutzung abrufbar. Ein bundesweites Portal unter dem Namen VBORIS (Vernetztes Bodenrichtwertinformationssystem) ist in Planung.