exporo > blog > gründe und ziele einer immobilieninvestition

Gründe und Ziele einer Immobilieninvestition

Jeder Mensch benötigt ein Dach über dem Kopf, bei vielen Menschen sind Grundwissen und konkrete Vorstellungen über Immobilien vorhanden. Es soll jedoch nicht irgendeine Immobilie sein, in der sie wohnen, sie muss mannigfaltigen Anforderungen genügen. In den vergangenen Jahrzehnten sind die Ansprüche an den Wohnkomfort stetig gestiegen, das betrifft sowohl die Wohnfläche als auch die Ausgestaltung der Wohnraumkapazität. Trotz sinkender Bevölkerungszahl werden immer mehr Wohnimmobilien benötigt. Zudem begünstigt der Staat Immobilieninvestitionen und fördert Gebäudesanierung sowie Energiesparmaßnahmen.

Immobilieninvestition

Immobilieninvestition: Sowohl Eigenheim als auch Betongold

Eine Immobilie kommt für viele auch als Kapitalanlage infrage. Suchen deutsche Anleger nach einer rentablen Geldanlage, fürchten sie nichts mehr als den Wertverlust ihres Geldes. Das hat historische Gründe, noch heute wird über die Auswirkungen der Hyperinflation vor knapp 100 Jahren gesprochen, die zu einer festgefügten Risikoaversion großer Teile der Bevölkerung geführt hat. Die Immobilie dagegen gibt dem Investor ein Sicherheitsgefühl. Immobilien sind gegenständliche Sachwerte und niemand kann sie stehlen. Sie überdauern ein Menschenleben und können an die Nachkommen weitergegeben werden. Außerdem vermitteln Immobilien ein Gefühl der Freiheit, in den eigenen vier Wänden entscheidet der Immobilienbesitzer.

Der Wunsch nach einer Immobilie hat seit der großen Finanzkrise 2008 zugenommen. Aufgrund der bis auf Null gesunkenen Zinsen, größerer Wertschwankungen an den Weltbörsen und dem schleichenden Vertrauensverlust in das Euro-Geldsystem machen sich viele Kontoinhaber Sorgen um ihre Guthaben. Durch die niedrigen Zinsen werden verzinste Produkte zur unrentablen Geldanlage. Rechnet man die Inflation hinzu, erzielen Kapitalanleger unter dem Strich mit Anleihen, Sparbriefen oder Festgeldern sogar eine negative Rendite. Günstiger als derzeit können Interessenten kaum eine Finanzierung für ihre Immobilie bekommen. Während Inflation die Kaufkraft von Geldwerten stetig schmälert, profitieren Sachwerte wie Immobilien, gerne auch als "Betongold" bezeichnet, von einer steigenden Inflationsrate. Wird für Haus und Grundstück eine Fremdfinanzierung eingesetzt, beschleunigt die Inflation die Entschuldung der Immobilienbesitzer.

Mit welchen Zielen investieren Anleger in Immobilien?

Mit Immobilien haben sich seit den 1950er Jahren in Deutschland bereits Generationen Vermögen aufgebaut. "Der Wunsch, sich im Alter mit einer Immobilie absichern zu wollen, ist ungebrochen hoch. Für etwa jeden zweiten Interessenten (54 Prozent) ist dieses das wichtigste Kaufmotiv. Die Ausnutzung der günstigen Zinsen liegt auf Platz zwei (46 Prozent), gefolgt von der Vermeidung von Mietzahlungen mit 38 Prozent. Die Hälfte der Befragten möchte sich frei entfalten können und die erworbene Immobilie beispielsweise durch Umbaumaßnahmen nach den eigenen Wünschen gestalten. Für 40 Prozent ist der Wunsch, der Familie ein dauerhaftes Zuhause zu geben, ein wesentlicher Entscheidungsgrund. Fast ebenso viele Kaufinteressenten (38 Prozent) geben an, unabhängig vom Vermieter sein zu wollen.“ (Quelle: Immobilienscout24)

Immobilieneigentümer profitieren von zahlreichen Vorteilen:

  • Häuser und Grundstücke sind wertstabil, sie stellen einen Sachwert dar
  • langfristiger Wertzuwachs ist möglich
  • sie werfen laufende Erträge ab (Mieten)
  • Immobilien sind veräußerbar (nach 10 Jahren steuerfrei)
  • von Mietsteigerungen profitieren
  • steuerliche Abschreibungsmöglichkeiten bestehen
  • sie können als Kreditsicherheit dienen
Whitepaper Download: Crowdinvesting für Immobilien

Aufgrund ihrer Wertstabilität sind Immobilien bei Deutschen eine sehr beliebte Kapitalanlage. Sie werden nicht direkt an der Börse gehandelt, es wird kein täglicher Rücknahmepreis ausgewiesen, kein Immobilienbesitzer muss mit solch hohen Wertschwankungen wie bei Aktien und anderen Wertpapieren rechnen. Aus diesen Gründen eignen sich Immobilien hervorragend zur Altersvorsorge. Durch Mieterträge oder die Beleihung des eigenen Immobilienvermögens entsteht im Alter ein willkommenes Zusatzeinkommen. Hinzu kommt, dass sich Immobilieninvestitionen gut zur Diversifikation des Vermögens eignen. Mit Immobilienanlagen sind häufiges Umschichten und damit einhergehende Rentabilitätsverluste wie in Wertpapierdepots von vornherein ausgeschlossen, es kann über viele Jahre mit einer stabilen Immobilienrendite gerechnet werden.

Was sollten Interessenten beachten, wenn Sie in eine Immobilie investieren wollen?

Damit sich die Investition lohnt, muss die Immobilie unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten betrachtet werden. Die Immobilieninvestition sollte sich langfristig auszahlen, dafür sind folgende Faktoren ausschlaggebend:

  • Kaufpreis der Immobilie
  • Lage
  • Vermietbarkeit
  • Bausubstanz
  • Umgebung und Infrastruktur
  • Miethöhe
  • Struktur und Höhe der Finanzierung
  • Erwerbsnebenkosten

Der Kauf einer Immobilie ist wie jede Investition nicht frei von Risiken. Wird zum Kauf der Immobilie Fremdkapital benötigt, erhöht sich dies. Der Preis der Immobilie darf im Vergleich zu den Mieterträgen nicht zu hoch sein, jeder zusätzliche Euro an Eigenkapital senkt die Verschuldung des Investors. Der Kredit sollte spätestens im Rentenalter abgezahlt sein. Auf dem Weg dahin können Mieten ausfallen, Vermögenspreise sinken, Steuervorteile gestrichen oder neue Immobiliensteuern erhoben werden.

Der größte Nachteil von Immobilienanlagen ist ihre mangelnde Liquidität. Gerät der Immobilienmarkt durch Überkapazitäten und Preisverfall unter Druck, kann das Objekt unverkäuflich sein. Das gleiche trifft zu, wenn es infolge einer wenig zukunftsträchtigen Lage keine Nachfrage gibt. Die Nebenkosten einer Immobilieninvestition sollten ebenfalls nicht unterschätzt werden. Soll das Haus langfristig seinen Wert behalten oder dieser sogar gesteigert werden, empfiehlt es sich, regelmäßig finanzielle Reserven für Instandhaltungs- und Modernisierungsmaßnahmen anzulegen. Immobilienfinanzierungen erfordern eine hohe Spardisziplin.

Welche Möglichkeiten gibt es, in Immobilien zu investieren?

Es muss nicht nur das selbst genutzte Einfamilienhaus sein, auch für kleine Vermögen können sich Immobilienanlagen rechnen. Die Anlageklasse Immobilien ist sehr breit gefächert und bietet Investoren die Möglichkeit, beispielsweise in von Grundstücken und Häusern abgeleitete, zusammengesetzte Finanzprodukte zu investieren. Mögliche Immobilieninvestments sind:

Eigentum ist mit Zukunftssicherung verbunden und muss in die individuelle Lebensplanung passen. Welche Art der Immobilieninvestition die richtige ist, hängt von der persönlichen Einstellung, dem Ziel der Kapitalanlage, der individuellen Risikobereitschaft, von Einkommensstatus sowie Höhe und Zusammensetzung des vorhandenen Vermögens ab. Anleger müssen vorher vieles bedenken und berechnen, um die Chancen eines Immobilieninvestments optimal zu nutzen. Investoren sollten sich bei der Auswahl ihrer Immobilienanlage viel Zeit lassen, Experten konsultieren und Verträge vorab exakt prüfen. Damit wird vermieden, dass die Immobilie später unter Zeitdruck wieder veräußert werden muss oder sie der einzige Baustein des Vermögens bleibt. Mit Immobilien lassen sich sowohl emotionale als auch ökonomische Renditen erzielen.


Das könnte Sie auch interessieren: