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Agio

Mit Agio wird in der Finanzbranche ein Aufschlag bzw. Aufgeld bezeichnet, das zusätzlich zum Kaufpreis bzw. dem Nennwert erhoben wird. Das Agio wird in Prozent angegeben und vor allem beim Handel mit Wertpapieren, Devisen/Sorten- und Kreditgeschäften genutzt. Für den Kauf eines Aktienfonds hat der Anleger zum Beispiel zusätzlich ein Agio zu zahlen. Das Gegenteil zum Agio stellt das Disagio dar.

Unterschied zwischen Bankwesen und Börse

Beim Handel mit Wertpapieren ist Agio also ein zusätzlicher prozentualer Betrag, den der Käufer zu zahlen hat. Der Verkäufer muss das Kapital aus dem Agio allerdings als Rücklage für sein Unternehmen nutzen, an dem der Aktionär Anteile gekauft hat. Bilanziell gehört es dadurch auf Seite der Aktiengesellschaft zum Eigenkapital.

Im Bankwesen hingegen wird der prozentuale Aufschlag - beispielsweise eines Fonds - als Beratungskosten und Aufwandsentschädigung für die Bank oder den Berater gewertet und so gerechtfertigt. Hier bildet die Differenz zwischen Kaufpreis und Parität das Agio.

Agio ist im Aktienrecht ausdrücklich als ein Fall der Überpari-Emission festgelegt. Pari ist eine Emission dann, wenn der Nennwert einer Aktie seinem Börsenkurs entspricht. Ist der Nennwert größer als der Börsenkurs, spräche man von einer Unterpari-Emission oder auch dem Disagio, allerdings ist dies verboten.

Wer setzt das Agio fest?

Die Höhe des Agio ist bei jedem Investmentprodukt unterschiedlich und wird von der Kapitalanlagegesellschaft festgesetzt. Banken oder Fondsmanager richten die Höhe des Agio anders aus als Unternehmen, die an der Börse Anteile verkaufen.

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