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Studentisches Wohnen: Immobilieninvestment mit Zukunftspotenzial

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Keine Zeit zum Lesen? Hier eine kurze Zusammenfassung:

  • 2,8 Millionen Studierende gibt es aktuell in Deutschland - in Folge dessen steigt die Nachfrage nach kleinteiligem Wohnraum, der jedoch insbesondere in den deutschen Metropolen immer knapper wird

  • Die Studentenwerke können die Nachfrage nicht bedienen: Die rund 84.000 Plätze in den Wohnheimen der Studentenwerke sind belegt und führen Wartelisten

  • 84 % der Studenten bevorzugen ohnehin das eigenständige Wohnen

  • Laut einer CBRE-Befragung würden 45 % der Studenten bis zu 400 Euro pro Monat für eine optimale Wohnsituation zahlen und mehr als 20 % wären bereit, auch darüber liegende Mieten zu akzeptieren

  • Deutschland ist zweitgrößter Markt für Studentisches Wohnen in Europa

Neue Immobilienklasse: Studentisches Wohnen

Im Museum für Hamburgische Geschichte kann man sie besichtigen: Die berühmt-berüchtigte Studentenbude aus den 1970iger Jahren, möbliert mit Kisten und Matratzen, an der Wand das Konterfei von Che Guevara, daneben der Aufkleber "Atomkraft? Nein Danke!".

Man meint, eine muffige Melange aus Moschus-Räucherstäbchen, feuchten Tapeten und überfülltem Aschenbecher zu riechen, so authentisch wirkt die Rumpelkammer, in der Studierende heute keine Nacht freiwillig verbringen würden. Nicht mal für ein Mietercasting. Denn auch wenn die Wohnungssituation in den Universitätsstädten aktuell angespannt ist und man nicht wählerisch sein darf, wollen die Jungen dennoch nicht auf ein gewisses Maß an zeitgemäßem Wohnkomfort verzichten.

Unter der Bezeichnung "Studentisches Wohnen" ist in den letzten Jahren eine Immobilienklasse entstanden, die speziell auf die Bedürfnisse von Hochschülerinnen und Hochschülern zugeschnitten ist. Das kommt an, auch bei Immobilieninvestoren.

"Hotel Mama" ist keine wirkliche Option

2,8 Millionen Studierende gibt es zur Zeit in Deutschland, so viele wie nie zuvor. Nicht nur die Universitäten geraten angesichts dieser Menge an ihre Kapazitätsgrenze. Auch die zur Verfügung stehenden 184.000 Plätze in den Wohnheimen der Studentenwerke sind belegt. Einige führen Wartelisten mit bis zu 1.000 Namen. Für seinen Marktreport "Studentisches Wohnen 2014/2015" hat der Immobiliendienstleister CBRE 29.000 Studentinnen und Studenten hierzulande nach ihrer Wohnsituation befragt und dabei Interessantes herausgefunden: Gerade einmal 17 % leben demnach in einem Studentenwohnheim, während die überwiegende Mehrheit (68 %) zur Miete auf dem freien Wohnungsmarkt wohnt. Lediglich 12 % sind im elterlichen Haushalt verblieben, wobei "Hotel Mama" für die meisten mehr eine Notlösung darstellt, als aus freien Stücken gewählt. Die größte Zustimmung von allen Varianten findet mit 84 % das selbstbestimmte Wohnen in einer Mietwohnung.

Einziehen und loswohnen

Eine Alternative sind Kleinstwohnungen in Objekten mit klingenden Namen wie "Staytoo", "Studiosus" oder "Smartments". Auf 18 m² bis 31 m² wird hier alles geboten, was das studentische Wohnen zu Beginn des 21. Jahrhunderts angenehm macht: Stilvolle Möbel, eine moderne Pantry-Küche mit E-Herd, Mikrowelle und Kühlschrank sowie ein schönes Badezimmer. Der Grundriss ist zweckmäßig, teilweise sind die Zimmer sogar barrierefrei bzw. -arm. In der Miete bereits enthalten sind die Nebenkosten für Strom, Wasser, Heizung und Internet. Wer außerdem noch Küchenutensilien, Bettwäsche, Handtücher oder einen TV-Flachbildschirm benötigt, kann die Sachen zusätzlich bestellen. Gebucht wird online, so wie man auch ein Hotelzimmer ordert. Die Mietpreise beginnen bei etwa 450 Euro monatlich und reichen bis 899 Euro. In Köln, Mainz, Bonn, Berlin, Hamburg, Frankfurt, Nürnberg und sonstigen umschwärmten Städten schießen die Mini-Appartements wie Pilze aus dem Boden. 30.000 wurden bereits von privaten Immobilieninvestoren gebaut, weitere 20.000 sollen entstehen bzw. befinden sich in der Realisierung.

Living Large im Kiez

Mit dem Studentenwohnheim "The Fizz" eröffnete im Wintersemester 2014 die Luxusversion studentischen Wohnens, ausgerechnet im Kreuzberger Kiez: Über 7 Etagen verteilen sich 212 Apartments in 5 Komfortzonen (Bronze, Silber, Gold, Platin und Diamant). Je höher das Stockwerk, desto hochwertiger ist das Interior und um so schöner ist der Blick über Berlin. Zum Haus dazu gehören unter anderem Loungebereiche, Aufenthaltsräume mit Kickertisch und TV, ein Wasch- und Trockenraum mit Münzwaschautomaten sowie eine Gemeinschaftsküche. Für den permanenten Service sorgt ein "House Coordinator", der sich auch um die Post- und Paketannahme kümmert. Monatliche Kosten für die 32 m² große X-Large-Variante mit Service: 880 Euro. In ähnlicher Ausprägung gibt es "The Fizz" mittlerweile an 10 Standorten in Deutschland, neben Berlin, Frankfurt, Hamburg und Köln auch in Freiburg, Aachen, Darmstadt und Hannover. Weitere sollen folgen.

Damit setzt sich in Deutschland ein Trend durch, der in anderen europäischen Städten seit langem zu beobachten ist: Wer beispielsweise in Paris studieren will und während dieser Zeit eine eigene Wohnung haben möchte, muss locker über 500 Euro pro Monat aufbringen. In London sind es weitaus mehr. Dort kann der Mietpreis für eine Studentenunterkunft gut und gerne 1.300 Euro monatlich betragen. Vorausgesetzt, man findet überhaupt eine Bleibe.

Deutschland zweitgrößter Markt für Studentisches Wohnen in Europa

Nach der im Juli 2016 veröffentlichten Analyse "Perspektiven für Studentisches Wohnen in Deutschland" des Immobiliendienstleisters Jones Lang LaSalle (JLL), beginnt sich der deutsche Markt gerade erst zu professionalisieren: Wurde in 2011 noch weniger als 130 Millionen Euro mit dem Handel von privat geführten Studentenwohnheimen umgesetzt, waren es zu Beginn dieses Jahres bereits 200 Millionen Euro. Im Vergleich zu den Volumen in Nordamerika (4,7 Milliarden Euro Umsatz in 2015) und Großbritannien (6,3 Milliarden Euro Umsatz in 2015) ist Deutschland jedoch ein Zwerg.

Immerhin ist der hiesige Markt nach Großbritannien derzeit der zweitgrößte in Europa - Tendenz steigen. Zudem ist Anfang 2016 der Bundesverband für Studentisches Wohnen (BfSW) gegründet worden, der sich für einheitliche Standards einsetzt und mehr Transparenz in das Segment bringen will.

Aus Studentenapartments könnten zukünftig Mikrowohnungen werden

Perspektiven für die Anlageklasse sehen Immobilienexperten jedoch nicht alleine darin, Wohnraum für zig Tausende Studenten zu schaffen. Denn ihre Zahl wird in den kommenden Jahren sinken, wenn die doppelten Abiturjahrgänge durchgeschleust sind und ihren Ausbildungsweg gefunden haben. Das Potenzial von Studentenwohnheimen liegt nicht zuletzt in der Wandlungsfähigkeit der Objekte, wodurch sie sich mit relativ wenig Aufwand zu anderen Nutzungsformen wie ,z.B. Micro-Apartments, umbauen lassen. Statt Studenten können dann Singles, Geschäftsreisende, junge Berufstätige, Digital Natives oder auch Senioren in den ehemaligen Studentenunterkünften wohnen.

Dank ökonomischer Grundrisse, einer zumeist barrierearmen Bauweise, einem standardmäßig vorhandenen Internetanschluss und Zugang ins Freie über Balkon bzw. Terrasse, ließe sich dies machen. Außerdem sind Flächen für gemeinschaftliche Aktivitäten bereits vorhanden, was wiederum dem Bedürfnis nach nachbarschaftlichen Kontakten und Teilhabe entgegenkommt. Baulich ist die Umwandlung in flexible Wohnformen demnach möglich. Fehlen noch entsprechende Betreiberkonzepte, um weitere Zielgruppen anzusprechen. Langfristig könnten so aus Studentenapartments begehrte Mikrowohnungen in attraktiver Citylage werden - wer hätte das vor 40 Jahren in seinem muffigen WG-Zimmer gedacht.

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