Hedgefonds

Hedgefonds sind Fonds, die bezüglich der Anlagepolitik keinerlei gesetzlichen oder sonstigen Beschränkungen unterliegen.

Was ist ein Hedgefonds?

Die Bezeichnung für diese Arten von Fonds stammt aus dem Englischen. Wörtlich übersetzt, bedeutet der Begriff so viel wie abgesicherte Fonds. Trotz dieser Bedeutung handelt es sich bei den Hedgefonds eher um risikobehaftete Anlagen. Eine allgemeine Definition, welche Fonds dazu zu subsumieren sind, gibt es nicht. Allenfalls die Absicht, eine größtmögliche Rendite zu erzielen, ist eine gemeinsame Eigenschaft. Obgleich diese Art von Fonds über Risikoabsicherungsstrategien verfügen, zeichnen sie sich durch ein hohes Risiko aber auch mögliche hohe Renditen aus. Charakteristisch ist auch der Versuch dieser Fonds, durch eine Fremdfinanzierung eine bessere Eigenkapitalrendite zu erzielen.

Wie funktioniert ein solcher Fonds?

Das Prinzip dieses Fonds basiert ursprünglich auf dem Gedanken, nicht nur bei steigenden Kursen Renditen zu erzielen, sondern auch dann, wenn Zins- und Wechselkurse fallen. Dabei spekuliert der Hedgefonds-Leiter bei einer Anlage auf fallende Kurse. Dann leiht sich der Fonds bei einem Investor Aktien dieses Unternehmens, verkauft sie und wartet darauf, dass die Kurse sinken. Ist dies der Fall, kauft der Fonds die Aktien zu dem nun geringeren Preis zurück und gibt sie an den Investor zurück, von dem sie geliehen waren.

  • Ein Rechenbeispiel mag diese Strategie verdeutlichen. Für das Unternehmen ABC rechnet der Fonds mit fallenden Kursen in der Zukunft. Über einen Investor leiht sich der Fonds eine Aktie des Unternehmens zu einer Leihgebühr von 1 %. Der Fonds verkauft die Aktie zu dem derzeitigen Wert von 100 €. Nach vier Tagen ist die Aktie tatsächlich im Kurs gesunken. Der Fonds kauft die Aktie für den jetzigen Wert von 90 € zurück und gibt sie an den Investor zurück. Dieser erhält eine Leihgebühr von 4 € (= 4 Tage x 1 € x 1 %). Die Rendite des Fonds beträgt 6 € (= 100 € Verkaufserlös - 90 € Rückkaufpreis - 4 € Leihgebühr). Das Besondere an dieser Fondsart ist, dass sie die Wertpapiere, mit denen sie handelt, nicht selbst besitzt, sondern sich nur geliehen hat.

Bei dieser, vereinfacht dargestellten Funktionsweise, handelt es sich um die erste Strategie eines solchen Fonds, die im Laufe der Zeit weiterentwickelt wurde und auch jetzt zu keinem Stillstand gekommen ist. Der sogenannte Hebeleffekt bei dieser Fondsart wird durch das verstärkte Aufnehmen von Fremdkapital (zum Beispiel leihen von Wertpapieren) erzielt. Dem liegt die Vermutung zu Grunde, dass die Kosten für das Fremdkapital (hier Verleihgebühr) niedriger sind als die zu erwartende Rendite. An diesem Punkt besteht das Risiko des Fonds, das sich durch die Kosten der Aufnahme des Fremdkapitals noch erhöht.

Heute verfolgen diese Fonds unterschiedliche Strategien und Anlagemodelle, die nicht mehr zu vereinheitlichen sind. Die Long-Short-Equity-Strategie ist die heute am weitesten verbreitete Hedgefonds-Strategie. Bei dieser Strategie geht es um den Verkauf von überbewerteten und den Ankauf von unterbewerteten Aktien.

Was sind die Unterschiede zwischen den verschiedenen Fondsarten?

Ein Unterschied wurde bereits angedeutet. Die Hedgefonds können oder machen gerade bei sinkenden Kursen von Zinsen und Wertpapieren Rendite. Diese Fonds werden zudem deutlich aggressiver geführt und gehen mit mehr Risiko auf das Ziel möglichst hoher Rendite zu. Der Hebel, der zugleich für Risiko und Rendite steht, ist bei dieser Fondsart bedeutend länger als bei normalen Fonds. In der Praxis hat sich auch hinsichtlich der Verfügbarkeit zwischen den Fondsarten Unterschiede ergeben. Während normale Fonds auch bereits kleinen Anlegern zur Verfügung stehen, müssen Anleger bei Hedgefonds in der Regel finanzstark sein und weitere Bedingungen erfüllen.

Vor- und Nachteile von Mischfonds?

Ein Vorteil von Mischfonds ist seine offene Ausrichtung. In der Regel kann an einem Mischfonds jeder Anleger teilnehmen, ohne dass er bestimmte Bedingungen erfüllen muss. Als Anleger kann man jederzeit Anteile an einem Mischfonds erwerben und sie auch jederzeit wieder veräußern. Wie der Name bereits andeutet, handelt es sich bei einem Mischfonds um verschiedene Aktien und Anleihen. Die verschiedenen Ausrichtungen dieser Mischfonds sind meist genau geregelt, so dass sich der Anleger den passenden Mischfonds für seine individuelle Risikobereitschaft genau aussuchen kann. Insgesamt wird der Fonds im Allgemeinen stabiler und sicherer gegen Verluste.

Aus dem Letztgenannten ergibt sich auch der erste Nachteil eines solchen Mischfonds. Die Renditemöglichkeiten erschöpfen sich in der Regel aufgrund des gemischten Fondsinhalts auf kleinere Zahlen. Die meisten Mischfonds beschränken sich gewöhnlich auf eine Spekulation in Aktien und Anleihen und lassen Immobilien wie Rohstoffe als Spekulationsobjekte nicht zu.

Für wen ist ein solcher Fonds geeignet?

Diese Art von Fonds ist in der Regel für finanzstarke Investoren eine geeignete Anlage. Aufgrund des Risikowertes sollte der Anleger den Verlust oder Teilverlust seines Kapitals verschmerzen können. Auch bei dieser Fondsart gilt der Grundsatz, dass sich meist erst eine langfristige Anlage lohnt. Insofern kann sich der H-Fonds als Teil eines Gesamtanlagekonzeptes lohnen.

Fazit:

Hedgefonds sind eine besondere Anlageform auf dem Aktienmarkt. Sie bieten bei einem hohen Risiko hohe Renditen. Im Gegensatz zu herkömmlichen Fonds basiert die Strategie dieser Anlageform auf die Erzielung von Renditen durch sinkende Kurse bei Wertpapieren und Zinsen. Diese Fonds sind vor allem für finanzstarke Investoren interessant.

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