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Fondssparplan

Ein Fondssparplan ist eine Art der Geldanlage, bei der Anteile von Investmentfonds die Grundlage bilden. Durch die Investition in eine Vielzahl von Wertpapieren wird das Risiko besser verteilt und dadurch minimiert. Im Gegensatz zu einer einmaligen Investition wird bei einem Sparplan mit Fonds in monatlichen Abständen bestimmte Geldeinsätze investiert, die im Rahmen eines Sparplans vorher definiert wurden.

Was ist ein Fonds-Sparplan?

Ein Fondssparplan ist eine Alternative beim spekulativen Vermögensaufbau. Bei einem Fonds-Sparplan wird monatlich eine vorher festgelegte Summe in Anteile von Investmentfonds investiert. Voraussetzung für den Abschluss des Sparplans ist ein Wertpapierkonto. Die Höhe der Rate sowie der Zahlperiode werden bei Abschluss des Sparplans vertraglich vereinbart. Usus ist ebenfalls die Festlegung des Sparziels. Nach Beendigung der Sparphase kann der Sparer über sein dann vorhandenes Vermögen frei verfügen. Ausgenommen hiervon sind sogenannte Riester-Fondssparpläne. Üblich ist die Gesamtauszahlung des Vermögens oder eine monatliche Auszahlung.

Mit welchen Kosten muss man bei einem Fonds-Sparplan rechnen?

Auf den Fondsparer mit Sparplan können verschiedene Kosten zukommen. Ob sie jeweils vollständig und in welcher Höhe fällig werden, ist von dem Sparvertrag und dem Institut abhängig. Als Kosten können ein Ausgabeaufschlag des Fonds, Gebühren für das Management und die Verwaltung des Fonds, Gebühren des Depots und ggf. Bearbeitungsgebühren der Bank entstehen. Einige Anbieter geben dem Sparer eines Fondssparplans einen Rabatt mit bis zu 100 % auf den Ausgabeaufschlag des Fonds. Hierbei handelt es sich meist um Vermittler oder Direktbanken. Fondssparpläne mit ETFs, also börsengehandelten Fonds, haben in der Regel niedrigere Kosten. Die Höhe der Kosten ist ein wichtiger Faktor bei der Bewertung eines Sparplans mit Fonds und bei der Ermittlung der Rendite.

Mit welchen Erträgen kann man bei einem Sparplan mit Fonds rechnen?

Der Sparer mit einem Fonds-Sparplan hat Teil an der Entwicklung des Wertes des jeweiligen Investmentfonds, in den er investiert hat. Hinzu kommen eventuelle Ausschüttungen. Zum Beispiel bei Aktienfonds an den Dividenden. Sinn des Fonds-Sparplans ist die langfristige Anlage. Da sich das Vermögen in dem Sparplan größtenteils an der Wertentwicklung des Fonds orientiert, können Fondssparpläne auch ins Minus geraten.

In welche Fonds kann man mit einem Fonds-Sparplan investieren?

Die Art der Fonds, in die im Rahmen eines Fondssparplans investiert werden sollen, werden durch den Anbieter und den Sparplan festgelegt. Bei der Vereinbarung zum Sparplan wird meist der oder die Fonds definiert. Diese Festlegung am Anfang des Sparplans ist eine wichtige Entscheidung und sollte nicht ohne entsprechendes Fachwissen bzw. eine kompetente Beratung vorgenommen werden. Nicht zuletzt auch deshalb, weil es in der Gegenwart eine große Anzahl von verschiedenen Fonds gibt, deren Ziele und Strategien sowie Garantien erheblich voneinander abweichen. Bei einzelnen Anbietern von Fondssparplänen ist eine spätere Umschichtung des Vermögens in einen anderen Fonds möglich. Typisch für Fondssparpläne sind:

  • Rentenfonds
  • Aktienfonds
  • Indexfonds
  • Garantiefonds
  • Dachfonds
  • Mischfonds

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Die Vor- und Nachteile von Fondssparplänen

Der wichtigste Vorteil von Fondssparplänen im Vergleich zu anderen Geldanlagen ist die über den (langen) Anlagezeitraum meist höhere Rendite. Aufgrund des relativ langen Anlagezeitraums und des Modells des Sparplans, eignen sich Fondssparpläne besonders gut als Teil der Altersvorsorge. Beim Fondssparen über einen Sparplan legt in der Regel der Sparer fest, in welche Fonds bzw. Fondsarten er investiert. Üblicherweise kann der Sparplan zu jeder Zeit pausieren oder sogar beendet werden. Dies meist ohne zusätzliche Gebühren oder Kosten. Dadurch erweist sich der Sparplan mit Fonds als sehr flexibel. Vorteilhaft ist die zeitverzögerte Anlage (monatlich, vierteljährlich). Dadurch wird das Risiko verteilt und damit verringert.

Auf der Nachteilsseite steht das Risiko, das üblicherweise mit der Anlage in (Aktien-)Fonds einhergeht. Da der Sparplan von der Wertentwicklung des Fonds partizipiert, kann dieser auch negativ sein. Ein solches Risiko kann durch die Wahl eines Garantiefonds minimiert werden. Allerdings sind höhere Gewinne dann nicht möglich. Die Auswahl eines Fonds, in den investiert werden soll, setzt ein hohes Fachwissen bzw. Beratungskompetenz voraus. Der Sparplan erfordert vom Anleger ein gewisses Maß an Geduld, besonders dann, wenn der Fonds eine negative Wertentwicklung erlebt.

Wirkung der zeitversetzten Anlage und Endzeitpunkt

Den Sparplan mit Fonds kann der Sparer unabhängig von den aktuellen Entwicklungen abschließen. In der Regel kann dies bereits bei einer monatlichen Rate von 50 Euro erfolgen; bei einigen Anbietern bereits zu einer monatlichen Rate von 25 Euro. Der Zeitpunkt des Einstiegs ist deshalb nicht so wichtig, da anfänglich in dem Sparplan noch nicht so viel Kapital gesammelt ist. Selbst sinkende Kurse sind in diesem Zusammenhang nicht so sehr dramatisch, da das Prinzip des Sparplans der regelmäßige Einkauf ist. Das bedeutet, bei fallenden Kursen erhält der Sparer für die eingesetzte Rate beim nächsten Einkauf mehr Anteile. Ist der Einstiegszeitpunkt nicht so relevant, ist es der Ausstiegszeitpunkt umso mehr. Je länger der Sparplan läuft, umso höher ist das Kapital, das natürlich mit der Wertentwicklung des Fonds nach oben oder nach unten schwankt. Ein Kursverfall zu diesem Zeitpunkt kann sich extrem ungünstig auf die Rendite des Fondssparplans auswirken. In einem solchen Fall ist die Überlegung ratsam, das Ende des Fondssparplans noch hinauszuzögern. Ebenfalls möglich ist der vorzeitige Ausstieg, sobald das Sparziel erreicht wurde.

Steuerliche Betrachtungen zum Sparplan

Aus steuerlichen Gesichtspunkten wird der Sparplan nicht als ein einzelnes Geschäft betrachtet, sondern jeder (Raten-)Kauf als ein eigenständiges Geschäft. Daher gilt für Fondssparpläne seit 2009 die Abgeltungssteuer. Die steuerpflichtigen Anteile an der Ausschüttung unterliegen damit der Zinsabschlagssteuer. Da die Zinsabschlagssteuer eine Voraussteuer ist, wird die endgültige Versteuerung über die Einkommenssteuererklärung mit dem jeweiligen persönlichen Steuersatz vorgenommen. Allerdings können in diesem Zusammenhang die Freibeträge für Einkommen aus einem Kapitalvermögen geltend gemacht werden.

Wie funktioniert ein Sparplan mit Fonds anhand einer Beispielrechnung

Ein Sparplan mit einer monatlichen Rate bei einer Rendite von einem Prozent und einer Laufzeit von 15 Jahren erbringt ein Endkapital von 19.427,58 Euro. Bei einer Einzahlung von 18.000 Euro beträgt der Wertzuwachs somit 1.427,58 Euro. Beträgt die Rendite sieben statt einem Prozent, was Fondssparpläne zwischen 2000 und 2015 durchschnittlich an Rendite erbrachten, beträgt das Endkapital 31.881,12 Euro und damit einen Wertzuwachs von 13.881,12 Euro.

Fazit

Der Sparplan mit Fonds ist eine Geldanlage, die langfristig eine hohe Rendite erbringen kann. Das Prinzip des Sparplans resultiert in einem periodischen (monatlich, vierteljährlich) Kauf von Anteilen eines Investmentfonds. Der Sparplan nimmt an der Wertentwicklung des Fonds teil. Er ist ein Instrument des langfristigen Vermögenaufbaus.


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