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Finanzplanung

Vielen Menschen wird zu spät bewusst, wie wichtig die persönliche Finanzplanung ist. Sich allein auf staatliche Regelungen zu verlassen, ist keine gute Strategie. Eine Finanzbedarfsanalyse dient nicht nur der Ermittlung des kurz-, mittel- und langfristigen Finanzbedarfs, vielmehr sollte in deren Ergebnis ein individueller Finanzplan feststehen. Die Finanzplanung ist Grundlage aller Investmententscheidungen des Anlegers. Der Plan wird stufenweise so aufgebaut, dass am Ende die persönlichen Ziele und Wünsche finanziell realisierbar sind. Dessen Aufstellung verhilft dem Kapitalanleger überdies zu einer optimalen Vermögensstruktur.

Finanzplanung

Finanzplan aufstellen

Das Fundament jeder guten Finanzplanung sind die Absicherung der existenzbedrohenden Risiken über Versicherungen und die Tilgung von Schulden.

  • Die erste Stufe umfasst den Aufbau einer kurzfristigen Liquidität, also kurzfristig verfügbaren finanziellen Reserven. Bei den kurzfristigen Finanzmitteln handelt es sich um eine Reserve für Notfälle, diese sollte bei ca. drei Monatsgehältern liegen. Der kurzfristige Finanzbedarf deckt außerdem Anschaffungen des Kapitalanlegers bis zu einem Jahr ab.
  • Die Planung der persönlichen Finanzen sieht im zweiten Schritt die Finanzierung von mittelfristigen Käufen vor. Der mittelfristige Finanzbedarf widerspiegelt alle geplanten Anschaffungen in den kommenden vier Jahren. Bei kurz- und mittelfristigen Anschaffungen handelt es sich nicht um Investitionen, die Erträge abwerfen, sondern um Verbrauchs- oder Konsumgüter.
  • Die dritte Stufe des Finanzplans betrifft die Absicherung der Altersvorsorge. Dabei geht es um den langfristigen Finanzbedarf, dessen Fälligkeit mit dem Ruhestand fest terminiert ist. Dieses Ziel wird mit langfristigen Sparverträgen erreicht. Die Art des Sparvertrags hängt davon ab, welchen Zweck die Altersvorsorge hat: die Schaffung von Kapital zur Aufstockung der Rente oder den Erwerb von selbst genutztem Wohnraum, der erst später geplant ist.
  • Steht dem Anleger darüber hinaus noch Geld zur Verfügung, sollte er dies in der vierten Stufe mit möglichst hoher Rentabilität in Vermögensanlagen investieren.

Unternehmerische Finanzplanung

Sinn und Zweck der unternehmerischen Finanzplanung ist, die Zahlungsfähigkeit von Unternehmen zu sichern, um Insolvenzen zu vermeiden und die Fähigkeit für Investitionen aufzubauen oder zu erhalten. Ähnlich wie bei privaten Haushalten wird ein Finanzplan erstellt, der zukünftige Ausgaben und Einnahmen gegenüberstellt und dabei unter anderem auch die Liquidität von Unternehmen mit berücksichtigt.


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Quellen

Bild: „ Nucleartist/shutterstock.com“