Frankfurt am Main

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Frankfurt Main City

Städte-Profil

Frankfurt am Main, die fünftgrößte deutsche Stadt, das Zentrum der Rhein-Main-Region, hat einige Superlative zu bieten. Seine Wolkenkratzer, Finanzeinrichtungen von weltweiter Bedeutung und sein Status als wichtiger Infrastruktur-Knotenpunkt mit dem Frankfurter Flughafen charakterisieren die hessische Metropole. Neben den vielen harten Faktoren, neigt man dazu, seine zahlreichen weichen Standortfaktoren zu vernachlässigen. Dabei hat Frankfurt auch hier seine Vorzüge.


Bevölkerung

  • Mit einem Plus von jährlich 15.000 Personen seit 2011 wächst Frankfurt rasant: Im 1. Halbjahr 2015 waren 716.277 Bürgerinnen und Bürger in der Metropole am Main gemeldet. Bis zum Jahr 2030 könnte sich die Zahl um weitere 100.000 auf dann 810.000 Einwohner erhöhen, schätzen Demografie-Experten.
  • Die größte Stadt Hessens unterteilt sich in 46 Stadtteile, wobei die Altstadt mit 3.710 Einwohnern das kleinste Viertel ist und das südlich gelegene Sachsenhausen mit 57.234 Einwohnern das größte. Zum erweiterten Einzugsgebiet zählen außerdem die Landkreise Offenbach, Main-Taunus, Hochtaunus, Wetterau, Main-Kinzig, und Groß-Gerau mit 75 Kommunen, so dass in der Metropolregion Frankfurt/Rhein-Main insgesamt 5,5 Millionen Menschen leben.
  • Durch den Zuzug junger und mittlerer Jahrgänge wird sich der demografische Wandel in den nächsten Jahren deutlich abmildern. Laut Bevölkerungsprognose steigt die Zahl der Einwohner in der Altersgruppe zwischen 18 und unter 25 Jahren von 53.819 im Jahr 2014 auf 64.824 im Jahr 2030. Im Vergleich dazu fällt die Zunahme der zwischen 75- und unter 85-Jährigen erheblich niedriger aus: Sie wird von 39.265 Bürgerinnen und Bürger im Jahr 2014 auf lediglich 42.404 im Jahr 2030 steigen. Zukünftig werden also dreimal so viele junge Menschen in Frankfurt leben wie Senioren.
  • Auch wenn Frankfurt mit 53,2 % Ein-Personen-Haushalten momentan zu den Single-Hochburgen in Deutschland zählt, wird ihre Zahl nicht weiter zunehmen, sondern sich bis 2030 um 0,6 % verringern, schätzen Demografieforscher. Steigen wird dagegen die Zahl der Zwei-Personen-Haushalte von derzeit etwa 91.000 um 7,6 % auf knapp 98.000 und die der Haushalte mit drei und mehr Personen von aktuell 81.000 um 6,2 % auf 86.000. Den Grund für diese Entwicklung sehen Wissenschaftler in der bis 2030 veränderten Zusammensetzung der Altersstruktur, wonach besonders junge Menschen nach Frankfurt ziehen, die wiederum Familien gründen und deshalb größere Haushalte bilden.
  • Fast die Hälfte aller Frankfurterinnen und Frankfurter hat einen Migrationshintergrund. Der Bevölkerungsanteil mit ausländischer Staatsangehörigkeit beträgt 26,1 %.

Infrastruktur

  • Durch seine zentrale Lage ist Frankfurt ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt in Deutschland und Europa, wo Auto-, Bahn-, Schiffs- und internationaler Luftverkehr zusammentreffen.
  • Am Frankfurter Kreuz, dem mit über 300.000 Fahrzeugen täglich meist befahrenen Autobahnkreuz in Deutschland, treffen sich die Bundesautobahn A 5 in Richtung Basel und A 3 vom niederländischen Arnheim bis ins österreichische Linz. Über die A 66 ist Frankfurt mit Wiesbaden im Westen und Fulda im Osten verbunden. Ein Autobahnring umgibt die Stadt und führt über die A 661 von Nordosten hinein, über die A 5 von Westen und über die A 3 von Süden. Seit Oktober 2008 liegt der Bereich in der Umweltzone und darf nur mit einer "grünen Plakette" befahren werden.
  • Innerhalb Frankfurts ist man am bequemsten mit dem ÖPNV des Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) unterwegs. Der Nahverkehr, der werktags rund 300.000 Pendler zusätzlich aus dem Umland und darüber hinaus Touristen befördern muss, verfügt über ein gut ausgebautes Liniennetz aus U-, S-, Straßenbahnen und Bussen
  • 13 ICE-Linien verbinden Frankfurt mit anderen deutschen Metropolen. Mehrmals täglich verkehren einige davon als sogenannte "Sprinter", etwa zwischen Hamburg (Fahrzeit 3 ½ Stunden) und Köln (Fahrzeit 1 ¼ Stunden). Mit dem Hochgeschwindigkeitszug "Rhealys" besteht zudem fünf Mal täglich eine Direktverbindung nach Paris (Fahrzeit 3 Stunden und 50 Minuten) und seit März 2012 auch über Lyon nach Marseille.
  • Der Flughafen Frankfurt am Main zählt zu den größten Flughäfen der Welt. 2014 wurden hier knapp 60 Millionen Passagiere abgefertigt und über 2,08 Tonnen Fracht umgeschlagen. 104 Fluggesellschaften nutzen den Airport für den Passagierverkehr und fliegen 297 Ziele in 104 Länder an. Mit der S-Bahn ist der Flughafen vom Frankfurter Hauptbahnhof innerhalb von etwa 30 Minuten zu erreichen.

Arbeit / Wirtschaft

  • 7,9 % der deutschen Bruttowertschöpfung wird in der Region Rhein-Main erwirtschaftet, bei den Dienstleistungen sind es sogar 8,7 %. Damit zählt das Gebiet zu einem der produktivsten Standorte Deutschlands.
  • Mit einem Bruttoinlandsprodukt pro Kopf von 84.427 Euro ist Frankfurt die wirtschaftlich stärkste deutsche Stadt.
  • 63.644 Unternehmen sind in Frankfurt wirtschaftlich aktiv und stellen 651.800 Arbeitsplätze.
  • Weltruf genießt die Stadt vor allem als Finanzzentrum und belegt im internationalen Vergleich Platz 9. Neben der Europäischen Zentralbank (EZB) und der Deutschen Bundesbank haben hier die vier größten deutschen Kreditinstitute (Deutsche Bank, Commerzbank, KfW Bankengruppe und DZ Bank) ihren Sitz.
  • Ebenfalls in Frankfurt beheimatet ist die Deutsche Börsen AG, einer der führenden Börsenbetreiber weltweit, mit einem Ergebnis nach Zinsen und Steuern von über einer Milliarde Euro. Ende 2012 wurden hier 990.000 Finanzinstrumente gehandelt.
  • Ein Zukunftsthema in Frankfurt sind die sogenannten Fintechs bzw. Fintech-Unternehmen, die Finanzdienstleistungen mit digitalen Technologien kombinieren. Um aufstrebende Start-ups künftig besser fördern zu können, will Frankfurt ein Fintech-Zentrum ins Leben rufen.
  • Darüber hinaus fokussiert sich Frankfurt auf die Bereiche Life Science / Biotechnologie, IT / Telekommunikation, Immobilienwirtschaft und vorzugsweise Logistik und Mobilität. Mit dem HOLM, dem House of Logistics and Mobility, verfügt die Stadt seit 2009 über ein innovatives Cluster aus Wirtschaft, Wissenschaft, Instituten und Jungunternehmen, das international einen hervorragenden Ruf genießt.
  • Im November 2015 wurde der "Masterplan Industrie" beschlossen, der 30 Projektvorschläge beinhaltet, wie der Wirtschaftsstandort in den nächsten Jahren für die Digitalisierung fit gemacht werden soll.
  • Die Messe Frankfurt ist zudem ein Ausstellungsort von internationalem Rang, der flächenmäßig nach Hannover an weltweit zweiter Stelle steht. Jährlich finden hier 46 Ausstellungen statt, darunter die Frankfurter Buchmesse und die IAA – Internationale Automobilausstellung sowie alle zwei Jahre die Light & Building.
  • Nicht zuletzt wegen seiner internationalen Ausrichtung ist Frankfurt so erfolgreich. 20 % der hier ansässigen Unternehmen kommen aus dem Ausland. Allein 827 US-Firmen haben hier ihre deutsche Firmenzentrale, darunter Nike, Dell, Honeywell, Motorola, DuPont und Goodyear. Mit ihrem Know-how und ihrer Kultur trägt die Business Community maßgeblich zum kosmopolitischen Flair der Stadt bei, weshalb Frankfurt im Vergleich der lebenswertesten Städte weltweit auf Platz 7 liegt – vor Berlin (Platz 14) und Hamburg (Platz 16).
  • Die Stimmung der Frankfurter Wirtschaft ist durchweg positiv: In 2016 rechnen die Unternehmen mit einem Wachstum von 2,1 % und planen - nach 28.000 sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätzen in 2015 – in diesem Jahr weitere 32.000 Stellen zu schaffen, wobei die Dienstleister der Beschäftigungsmotor der Region sind, gefolgt vom Baugewerbe.
  • Die Arbeitslosenquote lag im Februar 2016 bei 6,6 % und befindet sich damit auf einem historischen Tiefstand.
  • Sorge bereitet den Unternehmen indes der Fachkräftemangel, der in ganz Hessen zu spüren ist. Aktuell können 71.000 Stellen nicht besetzt werden, weil qualifiziertes Personal fehlt. Im Raum Frankfurt bestehen Engpässe sowohl im Dienstleistungssektor als auch im produzierenden Gewerbe sowie im Bereich der ingenieur- und naturwissenschaftlichen Berufe. Eine Möglichkeit, wie man die Lücke füllen könnte, wird in der Integration von Flüchtlingen und deren beruflicher Qualifikation gesehen.

Bildung / Kultur

  • Frankfurt bietet ein vielfältiges Angebot an städtischen und privaten Bildungseinrichtungen: Von Grundschulen über ein dreigliedriges Schulsystem bis zu Lehranstalten mit thematisch differenzierten Profilen (Bilingualität oder Herkunftssprache, Umweltbildung, Förderung besonderer Begabungen) und integrativen Ansätzen. Das Gynamsium ist mit 33,2 % die mit Abstand meist besuchte weiterführende Schulform. Für die frühkindliche Betreuung stehen über 800 Kindertagesstätten mit 45.000 Plätzen zur Verfügung. Eine berufliche Ausbildung kann über eine der 26 städtischen bzw. staatlich anerkannten privaten Berufsschulen erfolgen.
  • Eine Besonderheit ist das 1989 gegründete Amt für multikulturelle Angelegenheiten (AmK), das Programme für die sprachliche und berufsbezogene Entwicklung von jungen Migrantinnen und Migranten entwickelt.
  • Rund 62.500 Studierende gibt es in Frankfurt, was einem Bevölkerungsanteil von knapp 9 % entspricht. Insgesamt 15 Hochschulen sind hier vertreten, darunter die renommierte Johann Wolfgang Goethe-Universität, die nach der Fernuniversität Hagen, der Universität zu Köln und der Ludwig-Maximillians-Universität in München, die viertgrößte Universität in Deutschland ist.
  • Daneben verfügt die Stadt über weitere angesehene Lehrinstitute, darunter die Frankfurt University of Applied Science (12.471 Studierende) und die private Frankfurt School of Finance & Management (1.600 Studierende). Über Jahrzehnte ist eine reichhaltige Forschungslandschaft gewachsen, in der alle Disziplinen gleichermaßen vertreten sind: So gibt es drei Max-Planck-Institute (Biophysik, Hirnforschung und europäische Rechtsgeschichte), die Senckenberg Gesellschaft, die für ihre Forschung im Bereich der Geo- und Biodiversität weltweites Ansehen genießt und das erst vor 25 Jahren gegründete Institut für sozial-ökologische Forschung (ISOE), das sich mit Nachhaltiger Entwicklung befasst.
  • Gemessen an seiner Größe bietet Frankfurt ein Kulturprogramm für eine Millionenmetropole. Jährlich unterstützt die Stadt diese Vielfalt mit rund 250 Millionen Euro. 20 Theater und 30 freie Gruppen offerieren ein breites Repertoire, darunter die Forsythe Company, die 2005 aus dem legendären Theater am Turm (TAT) hervorgegangen ist. In der Alten Oper, die als eines der führenden Musikzentren Europas gilt, gastieren regelmäßig Musikkünstler unterschiedlichster Art. Zudem sorgen das Deutsche Filmmuseum und das Filmforum Höchst für ein herausragendes Kinoprogramm.
  • Renommee genießt die Stadt auch wegen ihrer einzigartigen Museumslandschaft, die 60 Ausstellungshäuser und Galerien umfasst. Weltbekannt ist das Museumsufer entlang des Mains, wo sich auf nur wenigen hundert Metern verschiedene Gattungen, Stile und Epochen bestaunen lassen, z.B. im Städel, im Deutsche Architekturmuseum (DAM), im Museum der Weltkulturen und im Museum für Angewandte Kunst aneinanderreihen. Spektakulär sind außerdem die Ausstellung in der Schirn Kunsthalle und im Museum für Moderne Kunst (MMK).
  • Jährlich wird in Frankfurt der Friedenspreis des Deutschen Buchhandels während der Buchmesse verliehen. Er gilt als einer der angesehensten Literaturpreise überhaupt. Begehrt bei Architekten und Bauherren ist der mit 50.000 Euro dotierte Internationale Hochhaus Preis (IHP), der seit 2004 alle zwei Jahre von der Stadt für herausragende Bauwerke verliehen wird.
  • In Gedenken an den Philosophen Theodor W. Adorno, der von 1949 bis zu seinem Tod im Jahr 1969 an der Johann Wolfgang Goethe-Universität lehrte, vergibt die Stadt alle drei Jahre den mit ebenfalls 50.000 Euro ausgelobten Theodor W. Adorno-Preis zur Anerkennung hervorragender Leistungen in den Bereichen Philosophie, Musik, Theater und Film.

Freizeit / Sport

  • Über 50 % des Frankfurter Stadtgebiets sind Grün- und Wasserflächen. Mehr als 40 Parks und 50 Seen laden zum Erholen und zu sportlichen Aktivitäten ein. Um den Stadtkern herum verläuft ringförmig der Frankfurter Grüngürtel, ein 8.000 Hektar großes Landschaftsschutzgebiet, das bis in die Region Rhein-Main ausläuft. Dazu gehört auch der 4.900 Hektar umfassende Frankfurter Stadtwald im Süden. Zusammen ergeben sie eines der größten innerdeutschen Waldgebiete. Über gut ausgebaute Wander- und Radwege kann man das riesige Areal stundenlang erkunden.
  • Erst kürzlich wurde der 6 Hektar große "Europagarten" im neu entstehenden Stadtquartier Europaviertel mitten in der City angelegt, wo Stadtbewohner Ruhe vom hektischen Alltag finden, ganz im Sinne einer urbanen "Green City". Hinzugekommen ist außerdem der "Bonifatiuspark" im neuen Stadtteil Riedberg. Auf 94 Hektar haben die Besucher zahlreiche Sport- und Freizeitmöglichkeiten und – da die Anlage erhöht liegt - zudem noch einen schönen Blick auf die Frankfurter Skyline.
  • Erwähnenswert ist auch der 1868 gegründete Palmengarten im Frankfurter Westend, der zu den meistbesuchten Gärten Deutschlands zählt. Nicht nur für Touristen gehört die 22 Hektar große Anlage zum Pflichtprogramm. Auch Einheimische nutzen die Idylle unter Palmen, um im Grünen abzuschalten.
  • Eine besondere Attraktion ist der 200 Meter hohe Maintower, der einzige "öffentliche Wolkenkratzer Frankfurts". Das vierthöchste Gebäude hat in den obersten Stockwerken ein Restaurant und zwei Aussichtsplattformen, von wo aus Besucher täglich die Skyline der Stadt** besichtigen können. Wer den Nervenkitzel liebt, dem wird besonders die Bodenfläche mit dem tritt- und bruchsicheren Spezialglas gefallen.
  • Ebenfalls beliebt ist die Besucherterrasse am Terminal 2 des Frankfurter Flughafens, die bis Sommer 2016 zur "Erlebniswelt Flughafen" um- bzw. ausgebaut wird. So nah wie hier, kommt man den Fliegern an keiner anderen Stelle. Neben einem interaktiven Informationszentrum wird die Terrasse nach ihrem Umbau über einen Flughafen-Shop und ein Restaurant verfügen.
  • Sportlich geht es in der Commerzbank-Arena zu, dem Heimatstadion des Fußball-Bundesligisten Eintracht Frankfurt. 51.000 Zuschauer passen in das Multifunktionsstadion, wo neben Fußball auch Musikkonzerte und Business-Events stattfinden.
  • Auf Freizeitsportler warten 400 Vereine, die von Basketball bis Rugby eine breite Auswahl an Sportmöglichkeiten bieten. Weit über die Stadtgrenze hinaus bekannt ist die "J.P. Morgan Corporate Challenge", bei der jährlich rund 70.000 Laufbegeisterte und Firmenteams - und zwar nicht nur Bänker - um die schnellste Zeit auf der 5,6 Kilometer langen Strecke durch die Frankfurter City wettkämpfen.

Top-Wohnlagen

Frankfurt glänzt derzeit auch im Immobilienbereich mit Superlativen: die höchsten Bürotürme, die schicksten Wohn-Hochhäuser, das teuerste City-Penthouse. Fakt ist, dass die Stadt bis 2030 an 32 Stadtentwicklungsprojekten arbeitet und diese Chance nutzt, um zu einer zukunftsfähigen Metropole des 21. Jahrhunderts zu werden zu werden. Insbesondere der Wohnungsbau steht dabei im Fokus, um den in den nächsten Jahren rund 100.000 hinzuziehenden Neubürgerinnen und Neubürgern ein breites Spektrum an Wohnformen und -möglichkeiten bieten zu können.

Die rund 300 leerstehenden Bürogebäude stellen eine zusätzliche Herausforderung dar, für deren Umnutzung in Wohnhäuser eigens eine Machbarkeitsstudie erarbeitet wurde.

Erst kürzlich ist in einem städtebaulichen Ideenwettbewerb über das frühere Deutsche Bank-Areal mitten in der Frankfurter Innenstadt entschieden worden. Zwischen Roßmarkt, Main-Tower und Commerzbank-Turm werden nach Plänen des Amsterdamer Architekturbüros UN Studio 600 Wohnungen, 60.000 m² moderne Büroflächen sowie Hotels, Gastronomie und Einzelhandel gebaut.

  • Seit 2005 wird auf dem ehemaligen Güterbahnhof das Europaviertel realisiert. Auf rund 90 Hektar entstehen bis 2019 Büros, Hotels, Wohnungen, eine Schule, ein Park und diverse Einkaufs- und Freizeitangebote. Danach bietet das Quartier, das sich in Lauflage zwischen Hauptbahnhof und Frankfurter Messe befindet, Wohnraum für rund 10.000 Menschen und Arbeitsmöglichkeiten für 30.000 Menschen.
    International bekannt ist das Europaviertel bereits jetzt wegen seiner Neubau-Wohnhochhäuser. Zu den spektakulärsten Projekten zählt der "Grand Tower" (vormals "Tower 2") am Eingang des Europaviertels, der nach seiner Fertigstellung Ende 2018 mit 172 Metern das höchste Wohnhochhaus Deutschlands sein wird. Auf 47 Etagen verteilen sich 400 exklusive Eigentumswohnungen zwischen 185 m² und 300m². Die Kaufpreise beginnen bei 5.700 €/m² und reicht bis 19.000 €/m². Zu den Annehmlichkeiten zählt ein hauseigener Concierge-Service, zwei Landschaftsgärten (200 m² und 960 m²) in den Zwischengeschossen 5 und 42 und eine Aussichtsplattform auf der Turmspitze.
    Nur wenige 100 Meter vom "Grand Tower" entfernt wird mit dem "Praedium" bis 2019 ein weiterer luxuriöser Wohnturm im Europaviertel realisiert. Mit 60 Metern Höhe ist er zwar deutlich kleiner, bietet in seinen 242 Eigentumswohnungen aber dennoch einen ähnlich angenehmen Komfort: Großzügige Grundrisse zwischen 100 m² und 200 m², Balkone, Privatgärten und eine grandiose Aussicht auf die Frankfurter Skyline. Rund 5.000 € kostet der Quadratmeter im Durchschnitt, wobei er in den obersten Stockwerken doppelt so teuer sein wird.
    Während die Bauarbeiten für das 60 Meter hohe "Cascada", in dem 175 Eigentumswohnungen errichtet werden, gerade im letzten Abschnitt des Europaviertels begonnen haben, steht das 20-geschossige "Axis" mit 153 Eigentumswohnungen im westlichen Teil des Quartiers vor der Fertigstellung.
  • Nicht nur vertikal setzt Frankfurt Maßstäbe für urbanes Wohnen. Auch im Bereich der innerstädtischen Quartiersentwicklung geht man neue Wege, wie zum Beispiel im Szeneviertel Gallus, wo auf einer ehemals gewerblich genutzten Fläche die Realisierung von 1.500 Eigentums- und Mietwohnungen - 30 % davon sozial gefördert – geplant sind. Der Quadratmeterpreis für eine Neubau-Eigentumswohnung liegt hier, nur einen Katzensprung vom Hauptbahnhof entfernt, bei durchschnittlich 5.288 €/m². Darüberhinaus warten 115 Eigentumswohnungen bei dem Bauvorhaben "Echt Gallus" auf ihre Fertigstellung.
  • Eine der gediegensten Adressen in Frankfurt ist das Westend-Süd, wo momentan das repräsentative "Linné am Westendplatz" gebaut wird, nur wenige Gehminuten von der Alten Oper entfernt. Anspruchsvolle Nutzer haben hier, wo jedes Fleckchen bebaubare Fläche sehr knapp und sehr teuer ist, die Qual der Wahl zwischen 16 stilvolle Eigentumswohnungen mit einer Wohnfläche zwischen 135 m² und 300 m². Die Preisspanne reicht von 6.466 €/m² bis 11.206 €/m². Eines der 5-Zimmer-Penthouses mit Blick auf den Westendpark kostet 3,37 Millionen Euro.
  • Begehrte Stadtteile sind außerdem Bockenheim, wo mit dem Neubauprojekt "Sophie" 124 Eigentumswohnungen bis 2018 entstehen.
  • Und in Rebstock gehen mit "Living Leo" in diesem Jahr noch 167 Eigentumswohnungen an den Start.
  • Neben der Innenstadt gehört auch Sachsenhausen zu den stark nachgefragten Lagen, das wegen seiner quirligen Atmosphäre besonders bei jungen Leuten geliebt ist. Cafés, Galerien, inhabergeführte Lädchen und Designer-Boutiquen reihen sich zwischen Schweizer Platz und Brückenstrasse aneinander. In jüngster Zeit sind hier zahlreiche gehobene bis luxuriöse Neubau-Eigentumswohnungen realisiert worden, darunter "Green Life City Frankfur" und "Grethenweg". Wer hier wohnen möchte, muss mit Kaufpreisen kalkulieren, die im Mittel bei 5.117 €/m² liegen.
  • Seit Mitte der 1990iger Jahre wird am neuen Stadtteil Riedberg im Nordwesten von Frankfurt geplant und gebaut. Auf 266 Hektar entstehen 7 Quartiere mit cirka 6.000 Wohneinheiten für Menschen unterschiedlichen Alters und sozialer Struktur. Nach der Fertigstellung in 2020 wird zu der modernen Quartiersinfrastruktur auch eine Science City mit Max-Planck-Institut, Schulen und Kitas gehören, sowie ein über 90 Hektar großer Park. Der durchschnittliche Kaufpreis für eine Eigentumswohnung liegt hier bei etwa 3.900 €/m², für ein Einfamilienhaus bei rund 4.615 €/m².

Die wachsende Stadt Frankfurt hat noch viel vor: So wurden im Wohnbauland-Entwicklungsprogramm 2015 insgesamt 44 Flächen mit Potenzial für den Wohnungsbau erfasst, die meisten davon baureif bis in 5 bzw. 10 Jahren.

Investitionsfaktoren

  • Angesichts der Zuzugs von rund 100.000 Menschen in den nächsten 15 Jahren, einem exzellenten Ruf als internationale Top-Finanzmetropole, einer robusten Wirtschaft in etablierten Branchen und den Bestrebungen, im Zuge der Digitalisierung neu entstehende Sektoren (FinTechs) an sich zu binden, ist Frankfurt bestens aufgestellt, seinen 1. Platz im deutschen Städteranking zu verteidigen.
  • Darüber hinaus hat Frankfurt den Vorteil, über ein gewachsenes, engmaschiges Cluster aus Finanzindustrie, Consulting, IT- und Kommunikationstechnologie, Logistik und Verkehr zu verfügen, wodurch Innovationen angeregt werden bzw. schneller auf Neuerungen reagiert werden kann. Zudem liegt die Mainmetropole mit mehr als 4 IT-Unternehmensgründungen je 10.000 Erwerbsfähige im Vergleich zu allen anderen deutschen Großstädten ganz vorne.
  • Die wirtschaftliche Stärke zeigt sich auch in den Gehältern: Im Schnitt verdienen Arbeitnehmer in Frankfurt 14,6 % mehr als im übrigen Deutschland.
  • Nicht zuletzt entscheiden talentierte und gut ausgebildete Köpfe über den Erfolg einer Stadt. Auch hier kann Frankfurt punkten: 31,9 % der Schülerinnen und Schüler machen Abitur - das ist Platz 6 im deutschen Städtevergleich. 13,3 % der Beschäftigten habe einen akademischen Abschluss – das ist Platz 2 nach München. Etwa die Hälfte der 270 000 Beschäftigten hat eine zwei- bis dreijährige Berufsausbildung absolviert und arbeiten als Fachkraft.

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Prognose

  • Mit 3.691 Transaktionen und einem Umsatz von ca. 2,6 Milliarden Euro erreichte der Frankfurter Immobilienmarkt im 1. Halbjahr 2015 bis dahin nicht gekannte Rekordwerte. Das Verkaufsvolumen stieg damit zum Vorjahreszeitraum um 19 %.
  • Vor allem Wohnimmobilien sind begehrt, insbesondere als Geldanlage, sodass die Nachfrage das Angebot in vielen Stadtteilen mittlerweile übersteigt. Im Westend werden für eine Neubauwohnung im gehobenen Segment Verkaufspreise von über 10.000 €/m² erzielt. Spitzenpreise von über 6.000 €/m² werden außerdem im Europaviertel, im Nord- und Ostend sowie in Sachsenhausen gezahlt, wo die mittlere Wohnfläche 95 m² beträgt.
  • Der zum Teil erhebliche Nachfrageüberhang hat in begehrten Lagen zu Kaufpreissteigerungen geführt, die im Bereich des 13- bis 27-fachen der Netto-Jahreskaltmiete liegen. Nach Erhebungen der HypoVereinsbank haben vor allem höherwertige Objekte in guten Lagen dazu geführt, dass die Preise dort zwischen 2010 und 2015 um rund 40 % gestiegen sind.
  • Einen positiven Trend sehen Experten bei der Entwicklung der Spitzenmietrendite für Wohnobjekte in bester Lage und erstklassiger Qualität. Durch bonitätsstarke Mieter und langfristige Mietverträge wird sie von rund 3,95 % in 2014 auf 4,05 % bis 2018 steigen.

Beurteilung

  • Der Frankfurter Wohnimmobilienmarkt ist für professionelle Investoren traditionell einer der interessantesten Standorte Deutschlands. Die steigende Einwohnerzahl in den nächsten Jahren, die internationale Ausrichtung mit einer stark diversifizierten und gut vernetzten Wirtschaft und ein dauerhaft hohes Einkommensniveau, begünstigen eine nachhaltig positive Ertragslage. Im Vergleich zu 2012 ist die Durchschnittsmiete bei Neubauwohnungen um 2 Euro auf heute rund 13,50 €/m² gestiegen und wird weiter zunehmen.
  • Eine Herausforderung bleibt die Mobilisierung von Bauland für den Wohnungsbau, da die kommenden Bauvorhaben, mit denen bis 2020 knapp 14.000 Wohneinheiten geschaffen wird, nicht ausreichen, um den Bedarf zu decken. Auch dürfte Frankfurt künftig von mehr experimentellen Wohnformen geprägt sein, um die Bedürfnisse einer vielfältiger werdenden großstädtischen Bewohnerschaft erfüllen zu können.

Fakten

  • Einwohnerzahl 716.277
  • Infrastruktur A 5, A 66, A 661, ICE/IC/EC, Main, Flughafen Frankfurt
  • Wirtschaftsschwerpunkte Finanzen, Biotechnologie, IT, Logistik, Messe, Immobilien
  • Kaufkraft / Einw. 24.229 €
  • Arbeitslosenquote 6,6 %
  • Besonderheiten Deutsche Börse, EZB, Mainhattan, Frankfurter Messe, wirtschaftlich stärkste deutsche Stadt
  • Top Wohnlagen Europaviertel, Westend-Süd, Bockenheim, Sachsenhausen, Gallusviertel
  • Leerstandsquote 0,6 %
  • Wohnen Bauland (gute Lage) 450 - 750 € / m²
  • Wohnen Eigentum (gute Lage) 3.000 - 4.500 € / m²
  • Mietspiegel (gute Qualität, 60 m² Wohnungsgröße) 12,56 € / m²

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